© Norbert Kramer

Skitour zum Axamer Kögele & Pleisen

Die generell maue Schneelage dieses Winters schien sich ein paar Tage vor der Tour zu bessern. Zumindest für einige Stunden gab es weißen Nachschub von Frau Holle. Trotzdem ließen sowohl die zu dem Zeitpunkt der Tour heikle Lawinenlage als auch die fast überall im Gelände rumliegenden und jetzt wohl nur leicht überschneiten 'Sharks' eine Änderung des Tourenziels für sinnvoll erscheinen.

In der Hoffnung, dass der während der Woche gefallene Schnee für den Aufstieg reicht, wurde als Ziel das Axamer Kögele (2097m) mit Start im Dorf Axams (915m) ausgewählt. Für die Abfahrt könnten dann, nach einer Querung ins Skigebiet, die Pisten genutzt werden, um Mensch und Ski wieder heil ins Tal zu bringen. Und vom Skigebiet zu unserem Ausgangspunkt fahren wir anschließend mit dem Bus. Soweit der Plan, aber…….

Wir starteten (Zitat Teilnehmerin:) "zu nachtschlafender Zeit" in Holzkirchen, um nach einer entspannten Anfahrt Parkplätze unmittelbar am Beginn des Aufstiegs zu finden. Somit ging's mit Ski bei zapfigen -12 Grad direkt vom Auto weg los. Im weiteren Verlauf des schattigen Aufstiegs konnten wir uns über die vorhandene weiße Unterlage nicht beklagen. Der erste Teil der Planung ging somit schon mal perfekt auf. 

Schneller als erwartet erreichten wir über die steile, sich mit wenigen flacheren Passagen abwechselnde Route bei Sonnenschein und guter Fernsicht das Gipfelkreuz des Axamer Kögele. Unsere Gruppe war so im Flow, dass der Vorschlag, den weiteren Aufstieg zum Pleisen (2252m) noch dran zu hängen, gerne angenommen wurde. Mittlerweile waren wir auch im Bereich des Skigebiets angekommen. Trotz des allgemeinen Trubels dort hatten wir auch diesen Gipfel fast für uns alleine. Auf Grund der immer noch deutlichen Minusgrade und des leichten Windes dehnten wir die Gipfelrast nicht allzu lange aus. Wir machten uns fertig für die Abfahrt, die laut Plan eigentlich über die Pisten erfolgen sollte, aber…….

Bereits am Morgen waren wir nach knapp 200hm Aufstieg mehr als überrascht, dass die Variantenabfahrt nach den letzten Neuschneefällen wohl gewalzt worden war. Auf uns wartete somit eine bestens präparierte und nahezu unberührte Naturschneeunterlage mit perfekten Bedingungen. Rasant ging es also die hindernisfreie gut 1300 Hm Abfahrt hinunter ins Tal, auf der wir so gut wie alleine waren und ungehindert unsere Turns ziehen konnten. Lediglich im untersten Steilhang war dann eine etwas defensivere Fahrweise notwendig. Schadenfrei erreichten wir so wieder den Ausgangspunkt.

Fazit: Planänderungen sind oftmals gar nicht so schlecht; wiedermal ein herrlicher und ruhiger Tourentag mit einer netten und konditionsstarken Gruppe; geniale Abfahrtsbedingungen der etwas anderen Art; entspannte staufreie An- und Abfahrt

Norbert