Mit zwei Seilschaften wagten wir (Lina, Andrea, Christian, Anton, Chrissie, Sebastian) uns am 3. Mai an die Kampenwand Überschreitung im Chiemgau.
Die Schwierigkeiten halten sich zwar mit dem oberen 4. Grat noch in Grenzen aber die Route ist Alpin angehaucht und mit den vielen Abseilmanövern auch recht lang wie wir später noch merken sollten. Bei bestem Bergwetter startete unsere Tour von der Kampenwandbahn aus zunächst Richtung Westgipfel, die Gruppe entschied sich hier für den sogenannten Hansenriss als Einstieg, dieser entpuppte sich mit dem 4. Grat und einer glatt polierten Einzelstelle gleich recht fordernd. So wurde jedem schnell klar, dass Alpinklettern wenig mit dem Sportklettern in der Halle gemeinsam hat.
Weiter ging es in etwas leichteren Seillängen über den Westgrat hinauf auf unseren ersten Gipfel, alle waren erstaunt wieviel Zeit bereits verstrichen war. Nach kurzer Gehpassage zum Gmelchturm kletterten wir gleich weiter auf den Teufelsturm auf dem wir eine Abseilpiste hinunter in die Scharte zum Hauptgipfel einrichteten. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschieden wir uns für einen leichteren Aufstieg hinauf zum Hauptgipfel, leider war hier am Anfang die Wegfindung etwas schwierig was wiederum wertvolle Minuten raubte. Am Hauptgipfel angekommen war schnell klar, dass wir die Seilbahn wohl doch nicht mehr pünktlich erreichen können! Daher nutzten wir die gewonnene Zeit noch für eine Ablass- und Abseilübung hinunter in die Schlechinger Scharte.
Der nordseitige Abstieg hinunter zur Steinling Alm durch Latschen und Altschneefelder war nochmal eine kleine Herausforderung. Bei bestem Wetter ging es dann über den schönen Reitweg hinunter nach Aschau.
Auch wenn der Tag mit guten 10 Stunden doch etwas lang wurde hatten wir alle viel Spaß, haben viel gelernt. Dabei haben die Teilnehmer einen guten Eindruck vom Alpinklettern bekommen.
Christina Ilchmann & Sebastian Simi