© Norbert Kramer

Skitour zum Hohen Kopf (2373m)

Dieses Mal war glücklicherweise keine Umplanung der ausgeschriebenen Sektionstour notwendig. Stabiles Wetter mit Sonne pur und eine für die geplante Route entspannte Lawinenlage ließen einen Traumtag erwarten.

Nach staufreier Anfahrt starteten wir sehr zeitig am Morgen vom Gasthaus Innerst (1280m). Zuerst war ein paar Minuten Skitragen angesagt. Danach ging's mit Ski auf der Forststraße (der mögliche Abkürzer hat grauslig ausgeschaut) weiter. Kürzere Schneeunterbrechungen erforderten anfangs immer mal wieder die Zuhilfenahme der Hände, um Ski und Felle zu schonen.

Nach weiteren knapp 15 Minuten war dieses Thema jedoch erledigt. Einzig den üblicherweise folgenden Aufstieg durch den Wald haben wir mangels ausreichender Unterlage sein lassen und sind stattdessen weiter der Rodelbahn gefolgt, um dann den ersten freien, hart gefrorenen Hang zur Hochsinnalm - leider mit a bisserl Plackerei am Ende, sorry ;-) - hoch zu steigen.

Nachdem wir die Schneise im Zirbenwald hinter uns gebracht hatten, öffnete sich das weitläufige, kupierte Gelände mit den eindrucksvollen Almböden. Eine Trinkpause bot Zeit für ein Schneeprofil mit Stabilitätstest. Das Ergebnis (ECTP16) ließ den Gedanken an eine mögliche steilere Variantenabfahrt schnell wieder in der Schublade verschwinden.

Bis zum Skidepot war es dann nicht mehr weit und die letzten Meter zum einsamen Gipfelkreuz waren flott hinauf gestapft. Die wunderbare Aussicht wurde nur durch den Saharastaub, im wahrsten Sinne des Wortes, getrübt. Es war warm und windstill, sodass wir die Gipfelrast länger ausdehnten und ausgiebig genießen konnten. Zudem sollte der Sonne ausreichend Gelegenheit gegeben werden, besonders die tieferliegenden Abfahrtshänge für uns vorzubereiten.

Im gesamten oberen Teil fanden wir bei der Abfahrt noch unberührte Hänge mit fein zu fahrendem 'warmem' Pulver. Die folgende Waldschneise war leider etwas hakelig und bruchharschig. Danach aber, bei Feinjustierung der Exposition, schöner Firn bis runter zur Rodelbahn. Auf der Rodelbahn dann gefühlt schon mehr 'Abschnaller' als in der Früh.

Wiedermal ein toller Tourentag, den wir mit den entsprechenden Kaltgetränken im Gasthaus Innerst abschlossen. Ein Dankeschön auch an die beiden Fahrer für die Mitfahrgelegenheit aller Teilnehmer.

Norbert