Am vierten und letzten Tag nahmen wir Abschied vom historischen Mals, einer sehr schönen, bereits durch den rätoromanischen Einfluss geprägten Kleinstadt in Südtirol. Nochmals ging es in die Schweiz ins Münstertal. Und normalerweise gilt ja das Motto "vergiss das Wort billig, sobald du die Schweiz betrittst". Aber wir bekamen sogar etwas gratis, nämlich die Parkplätze, was es in den frequentierten Skitourengebieten der erweiterten Münchener Hausberge - Bergvagabunden sind ja mittlerweile sehr mobil - nicht mehr gibt. Man mag es ja kaum verschreien, aber das Münstertal ist durchaus noch so etwas wie ein Geheimtipp. Der Abschlussberg Munt Buffalora (2.627 Meter, 700 Höhenmeter im Aufstieg) liegt in einer Umgebung, die durchaus auch im Denali National Park in Alaska sein könnte - so jedenfalls wirkte der gegenüberliegende Piz Daint mit seiner riesigen Flanke an diesem Tag auf uns, an dem wir uns im einzigen Wolkenloch weit und breit sonnten. Es ist aber "nur" der einzige Nationalpark der Schweiz in dieser wirklich noch herrlich abgelegenen Ecke zwischen Engadin und Vinschgau.
Und siehe da, dieser Abschlussberg mit seiner Nordseite hielt dann auch den besten Schnee der Reise für uns bereit.