Skitourentage in den Dolomiten

Robert Asang

18.03.2022

Im Sommer 2020 wanderte ich mit einer geführten Tour von Anke in der Geislergruppe. Da wurde der Wunsch geäußert, ein Skitourenwochenende in den Dolomiten anzubieten. 2021 konnte die Tour wegen Corona nicht durchgeführt werden. Vom 18.03- 20.03.2022 hat es dann geklappt. 

Der Wetterbericht für die Alpensüdseite war gut. So starteten wir in Holzkirchen um 5 Uhr. Am Pass Thurn war die Stimmung gruselig, wolkenverhangene Berge und gelbliches Licht durch Saharastaub. Nach dem Felbertauerntunnel begannen die Aufhellungen. In Matrei war die Sicht frei auf die Lienzer Dolomiten. Am Parkplatz Brückele in den Pragser Dolomiten liefen wir dann los bei blauem Himmel. 

Die erste Tour führte uns über die idyllisch gelegene Rossalm zum Jaufen. Ich wollte bei der Abfahrt die schönen Hänge unter der Hohen Gaisl nutzen. Nach einem weiteren 30minütigen Aufstieg sind wir jedoch im Sumpf gestanden. Mit bayrischen Stoßseufzern „mei“, wahlweise resignativ „omei“ oder lakonisch wurschtig „ja mei“ haben wir mit Stemmbogen und Spitzkehren Höhe abgebaut. 

Am zweiten Tag waren wir im Herzen der Sextner Dolomiten. Der Aufstieg zum Sextner Stein durch das Fischlein- und Altensteinertal ist vom Panorama kaum zu überbieten. Die Bellavista am Gipfel zu den Drei Zinnen konnten wir bei wolkenlosem Himmel genießen. Im Winter ist die Tour entspannt. Der Parkplatz am Dolomitenhof war zu einem Viertel gefüllt. Das ist kein Vergleich zum Rummel, der hier im Sommer herrscht. 

Am letzten Tag war die Furcella della Neve unser Ziel. Start ist der Misurinasee. Hier waren 1956 bei den Olympischen Spielen in Cortina die Eiskunstlaufwettbewerbe. An der Südseite der Drei Zinnen ging es zunächst aufwärts über eine stillgelegte Skipiste. Diese Waldschneise wird freigehalten, damit die ABS-Hühner (Auer-, Birk- und Schneehuhn) Platz zum Landen und Starten vorfinden. Weiter ging es durch das Kar in der Cadinigruppe bis zum Skidepot. Die letzten Meter sind wir zu Fuß in die Scharte gestiegen. Dort bot sich uns ein herrlicher Ausblick auf die Marmorole-Gruppe. 

Das waren unsere 3 Touren in den Dolomiten, im schönsten Gebirge der Welt, wie Reinhold Messner sagt. 


Vielen Dank an Monika, Sigi, Julia, Reiner, Anke, Conni, Michael und Andreas für die kurzweiligen Tage und die nette Begleitung. 

Schön war’s, a la prossima! 

Robert