© Anke Lehmann

Fanes-Gipfelpotpourri

Am Samstag, den 5. September um 4:30 Uhr sind wir wieder aufgebrochen zu unserer diesjährigen Mehrtagestour in den Dolomiten.

Heiligkreuzkofel, Lavarella, Conturines, Zehner und Furcia-Rossa-Klettersteig standen auf dem Programm… dazu die wunderbare Faneshütte und bestes Wetter!

Am 1. Tag starteten wir unsere Tour pünktlich um 8:30 Uhr mit den ersten Gondeln zum Heiligkreuz Hospiz auf 2.045m. Unser Ziel war der Heiligkreuzkofel (2.907m), eine wunderbare Bergtour im Bereich T4 mit ein wenig leichter Kraxelei, teils versichert und entlang typischer Dolomiten-Bänder. Gemeinsam stiegen wir nach der Scharte leichter zum Gipfel, wo wir uns in 2 Gruppen aufteilten: Die eine Gruppe nahm sich noch den Zehner Klettersteig (B/C) vor und die anderen wanderten auf direktem Weg über die karstige Hochfläche Richtung Faneshütte (2.060m). Sonne und Wolken wechselten sich ab und alle genossen die immer wieder auf’s Neue beeindruckende Welt der Dolomiten. Die reine Gehzeit ohne Zehner beträgt ca. 5:45 Stunden.

Auf der Faneshütte bezogen wir dann für 2 Nächte unser luxuriöses Quartier und ließen es uns richtig gut gehen… es handelt sich hier mehr um ein Berghotel als um eine Hütte.

Der 2. Tag, also der Sonntag, zeigte sich von seiner besten Seite, stahlblauer Himmel, keine Wolke am Himmel, tolle frische Luft, aber für September wirklich noch sommerlich warm. Auch hier teilten wir uns wieder in 2 Gruppen auf: Die eine Gruppe stieg über die Großfanesalm zu den beiden Gipfeln der Lavarella (3.055m) auf und dann weiter zum Piz dles Conturines (3.064m). Hier bewegt man sich im T4-5 Gelände, vor allem am Conturines… dort auch mit Leitern und Klettersteigpassagen.

Nach 10 Stunden gelangten wir - total glücklich und dankbar für diesen tollen Bergtag - gerade noch pünktlich zum Abendessen zurück zur Faneshütte.

Die andere Gruppe war fast genauso lange unterwegs, bewegte sich aber in schwierigerem Gelände, man nahm sich den abwechslungsreichen Furcia Rossa Klettersteig (C) vor und war ganz alleine unterwegs. Ein tolles Erlebnis!

Am 3. Tag startete dann wiederum nur ein Teil der Gruppe morgens um 5:15 Uhr mit Stirnlampen zu einer gemütlichen Sonnenaufgangstour. Wir genossen zunächst den Sternenhimmel und den Mond, die Stille und dann natürlich die aufgehende Sonne, die die Dolomitengipfel um uns herum in wunderschönem Licht erstrahlen ließ.

Nach einem gemeinsamen letzten Frühstück wanderten wir in ca. 3 Stunden grob in Richtung St. Kassian zur Capanna Alpina (1.720m), von wo uns 2 Kleinbusse wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt in Pedraces bringen sollten. Der Weg führt leicht durch wunderschöne Dolomitenlandschaft und wir bestaunten noch einmal unsere Gipfelziele vom Vortag. Und während es an den ersten beiden Tagen wirklich ziemlich ruhig zuging auf unseren Wegen, war es hier schon deutlich touristischer und entsprechend voll, aber die schöne Szenerie zum Abschluss unserer Dolomitentour machte das wieder wett.

Fazit:

Wie immer ein faszinierendes Erlebnis, in den Dolomiten unterwegs zu sein… und das bei diesem tollen Wetter!